Ratgeber für Apoplexie
Ratgeber für Betroffene und Angehörige
Diagnose einer Apoplexie
Im Idealfall sollte eine Apoplexie nicht von einem Arzt, sondern von den Betroffenen selbst oder Personen aus ihrem Umfeld erkannt werden. Aus diesem Grund sollte jeder Mensch die Symptome eines Schlaganfalls (Apoplexie) kennen. Werden diese Symptome bemerkt, muss umgehend ein Notarzt verständigt werden. Denn bei einer Apoplexie zählt jede Minute. Je schneller die Durchblutungsstörung behoben werden kann, desto geringer sind die Schäden am Nervengewebe des Gehirns.
Zu den wichtigsten Symptomen, die auf eine Apoplexie hinweisen, gehören:
- Sehstörungen * Sprachstörungen
- Lähmungen
- Schwindel und Gangunsicherheit
- starke Kopfschmerzen
Apoplexie: Diagnose durch einen Arzt
Beim Arzt wird zunächst eine Anamnese durchgeführt. Wenn der Zustand des Patienten es zulässt, wird dieser selbst zu seinen Symptomen befragt. Kann er sich nicht äußern, sollten unbedingt Personen aus dem Umfeld ihre Beobachtungen an den Arzt weitergeben. Je genauer die Angaben zu den aufgetretenen Symptomen sind, je besser kann die Hirnregion eingegrenzt werden, in der die Apoplexie stattgefunden hat.
Nach der Anamnese wird die Diagnose einer Apoplexie durch klinische Untersuchungen gestellt. Dazu werden in erster Linie bildgebende Verfahren eingesetzt. Am Häufigsten wird eine Computertomografie (CT) durchgeführt, oder alternativ eine Magnetresonanztomografie (MRT). Beide Verfahren ermöglichen einen Blick in das Gehirn des Patienten, ohne dass dazu ein Eingriff erforderlich ist. Aus den Schnittbildern, die von der zu untersuchenden Region erstellt werden, können am Computer dreidimensionale Abbildungen generiert werden. So können die genaue Lage und die Ausdehnung einer Hirnschädigung bestimmt werden. Die CT arbeitet dabei mit Röntgenstrahlen, während die Bildgebung bei der MRT auf dem Einsatz von starken Magnetfeldern beruht.
Um Verschlüsse und Verengungen von Gefäßen darzustellen, kann auch eine spezielle Ultraschalluntersuchung, die Doppler-Sonografie, bei der Diagnose einer Apoplexie eingesetzt werden. Dabei wird die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen gemessen. Mit dieser Methode der Diagnose einer Apoplexie können somit Gefäßverengungen aufgedeckt werden, da sie sich durch eine verringerte Fließgeschwindigkeit darstellen. Auch eine Angiografie kann durchgeführt werden. Dabei wird zur besseren Darstellung der Gefäße ein Kontrastmittel verabreicht und zur Bildgebung anschließend eine MRT oder eine CT durchgeführt.
Weitere Verfahren, die im Rahmen einer Diagnose einer Apoplexie eingesetzt werden, sind eine Elektrokardiografie (EKG), eine Elektronenenzephalografie (EEG), eine Echokardiografie (Herzultraschalluntersuchung) und Blutuntersuchungen. Auch Pulsunregelmäßigkeiten können mit einer Apoplexie in Verbindung stehen.
Neben dem Auffinden der betroffenen Hirnregion besteht ein weiterer wichtiger Punkt der Diagnose bei einer Apoplexie in der Abklärung des Auftretens von Grunderkrankungen. Liegt beispielsweise ein Bluthochdruck vor, der den Schlaganfall (Apoplexie) verursacht hat, muss dieser unbedingt diagnostiziert und behandelt werden, um in der Zukunft weiteren Apoplexien möglichst vorzubeugen.
Lydia Köper
Weitere Artikel im Bereich Diagnose:
Diagnose einer Apoplexie
Der Startartikel in diesem Bereich gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Symptome und Diagnose von Apoplexie.